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Informationen für Psychiater*innen

Sie haben Patienten in einer der vier Regionen mit schweren psychischen Erkrankungen (Severe Mental Illness, SMI), die ebenfalls zusätzliche körperliche Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus, Herz-, Gefäß- oder Lungenerkrankungen haben? Und Sie möchte diese Patienten mehr unterstützen?

Erleben Sie die somatische Versorgung Ihrer SMI-Patient*innen als komplexe Herausforderung?

Ihr Fokus als Psychiater*in liegt in der Behandlung von SMI-Patient*innen auf der psychischen Erkrankung. Körperliche Erkrankungen der Patient*­innen bleiben möglicherweise unerkannt oder unterversorgt. Um dies zu vermeiden, ist es Ziel des Projektes PSY-KOMO, eine optimierte und möglichst frühe Diagnose körperlicher Erkrank­ungen und die Überführung in eine leitliniengerechte Behandlung zu ermöglichen. Darüber hinaus soll die Vermittlung von Präventionsmaßnahmen notwendige Änderungen des Lebensstils bis hin zur regelmäßigen Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen unterstützen.

Warum ist Ihre Mitarbeit im Projekt für Ihre Patient*innen wichtig?

Ziel unseres Projektes PSY-KOMO ist es, die somatische Behandlungsqualität für SMI-Patient*in­nen in Deutschland durch eine neue Versorgungsform zu verbessern, indem der Zugang zur ärztlichen Regelversorgung erleichtert wird. Somatische Erkrankungen sollen so früher entdeckt und besser versorgt werden. Hierbei bitten wir Sie um Ihre Expertise und Kooperation: Denn Sie stehen im unmittelbaren Versorgungskontakt mit den Betroffenen.

Welchen Nutzen bietet PSY-KOMO für Sie als Psychiater*in?

  • Entlastung im Praxisalltag bei der somatischen Diagnostik und der Versorgung von SMI-Patient*innen durch PSY-KOMO
    Gesundheitsbegleiter*innen
  • Möglichkeit der Nutzung einer Expert*innen-Hotline (Telefonkonsil) für eine schnelle Einschätzung zu Arzneimittel-Interaktionen und UAWs bei Ihren Patient*innen
  • Strukturierte Möglichkeit der Weiterleitung der SMI-Patient*innen an Hausärzt*innen
  • Aktuelle Informationen regionaler Präventionsangebote 
  • Austausch im PSY-KOMO Netzwerk mit Kolleg*innen.

Wie hoch ist der Zeitaufwand für Sie?

  • Teilnahme am eintägigen PSY-KOMO Training (Anerkennung bei der ÄKNo)
  • Einschlussgespräch mit Patient*in mit SMI in der Routine-Konsultation
  • Dokumentationsbogen (ca. eine Seite)
    zur individuellen Risikoabschätzung
    somatischer Komorbiditäten
    im Einschlussgespräch
  • Bedarfsweise Aushändigen eines
    Überleitungsbogens für hausärztliche
    Praxis an Patient*in
  •  Beratung und Vermittlung an Gesundheitsbegleiter*innen.

Was ist neu in PSY-KOMO?

Patient*innen mit folgenden Diagnosen können in das Projekt aufgenommen werden (ICD 10):

F20.x, F21.x, F22.x, F25.x, F30.x, F31.x, F32.2, F32.3, F33.2, F33.3, F60.3x. 

Was bietet PSY-KOMO Ihren Patient*innen?

Eine adäquate somatische Diagnostik zur (Früh-)Erkennung aktueller körperlicher Erkrankungen. Das PSY-KOMO Projekt unterstützt bei der Versorgung der SMI-Patient*innen 6 Monate intensiv durch Gesundheitsbegleiter*innen. Diese besonders geschulten Personen aus Gesundheitsberufen bieten bei Bedarf: